Geförderter Wohnungsbau auf den Mainwiesen?

Wohnraum ist knapp. Sehr knapp. Und das besonders im Rhein-Main-Gebiet. Doch nicht nur die Menschen stehen vor verknappten Wohnmöglichkeiten, sondern auch die Insekten.

Die Naurlandstiftung Hessen e.V. hat durch seinen Kreisverband Groß-Gerau nun ein wenig gegen das mittlerweile weltweite Insektensterben getan. Auf einem Grundstück am Mainuferweg kurz vor der Autobahnbrücke wurde ein sogenanntes Insektenhotel aufgestellt. „Man kann das durchaus als geförderten Wohnungsbau bezeichnen“, sagten der Kreisvorsitzende Baldur Schmitt, ehemals Erster Beigeordneter im Kreis Groß-Gerau und Stellvertreter Reinhard Ebert.

Doch nicht nur Insekten gerechte Unterschlupfmöglichkeiten für die zahlreichen Arten der Erd- und Wildbienen wurden geschaffen, sondern auch sieben Hochstämme alter Obstsorten gepflanzt, die von den Bienen bestäubt werden sollen. Apfelquitte, Schweizer Wasserbirne, Apfel Hochstamm, dazu Feld- und Essigrosen, diverse Hecken und auch ein simpler Steinhaufen als kleines Biotop wurden gemäß Pflanzplan von Reinhard Ebert auf dem 773 Quadratmeter großen Grundstück ausgeführt. Mit von der Partie auch Vorstandsmitglied Alexander Schulz-Gabel, er ist Mitarbeiter bei den Kelsterbacher Kommunalbetrieben. Die Bäumchen sind bereits sieben bis acht Jahre alt, wenn sie in die Erde kommen. Anfangs werden pro Jahr ein bis zwei Pflegedurchgänge auf dem Maingrundstück gemacht, damit die Pflanzen einen guten Start in ein langes Pflanzenleben bekommen. Bürgermeister Manfred Ockel machte sich vor Ort ein Bild von der Aktion und bedankte sich zweifach: zum einen im Namen der Stadt Kelsterbach, zum anderen für die Natur. Mehr Information unter www.naturlandstiftung-gross-gerau.de . (hb)