Mainhöhe: Aus 86 werden 240

Nassauische Heinstätte möchte neuen Wohnraum schaffen

Im Wohnquartier Mainhöhe entlang der Rüsselsheimer Straße wird sich bald eine Menge tun. Die Nassauische Heimstätte (NH) möchte dort 240 neue Wohneinheiten errichten, das Investitionsvolumen reicht an die 70 Millionen Euro heran.

Dem Planungs- und Bauausschuss (BPU) gaben die beiden Mitarbeiter der NH  Ulrich Albersmeier und Peter Klarmann Auskunft über das Projekt, das bis 2019/20 begonnen werden soll. Nach der Entmietung und dem Abbruch von 86 Wohneinheiten aus den 1950er Jahren werden – davon sind zurzeit noch 81 bewohnt, sollen 240 Wohnungen in drei Gebäuderiegeln entstehen. „Da wird auch der Platz für eine Kindertagesstätte vorgesehen“, erläuterte Bürgermeister Manfred Ockel vor dem BPU. Ein Drittel der Wohnungen werden im geförderten

Wohnungsbau von der NH errichtet, beabsihtigt ist eine Durchmischung des Wohnquartiers, das mit einem unverbaubaren Blick auf die andere Mainseite und den Taunus druchaus ihre Reise hat.

Wie Ulrich Albersmeier sagte, wurden alle bisherigen Mieter von der NH aus erster Hand über die Absichten der Neubebauung informiert. Gemeinsam mit der Stadt Kelsterbach, die dort über Belegungsrechte in den Wohnungen verfügt, sollen die bisherigen Mieter eine vorrangige Option bei der Belegung der dann neuen Wohnungen bekommen. Bis zum Einzug aber werde es noch etwas dauern.

Miete zu günstigen Konditionen

Aus den zurzeit 4.327 Quadratmetern Wohnfläche werden dann 18.863, die

Anlage bekommt eine Tiefgarage mit 300 Stellplätzen, bisher sind dort eldiglich 40 KFZ-Abstellmöglichkeiten vorhanden. Gedacht werde sicherlich auch auch an genügend Fahrradabstellplätze. Schon zum jetzigen Zeitpunkt legt sich die NH fest, was die kommenden Mieten betrifft. Der geförderte Wohnraum soll für 6,70, der freie Wohnraum für 10,50 Euro der Quadratmeter zu mieten sein. Das sei im Hochpreisgebiet Rhein-Main ein echtes Pfund. Albermeier glaubt, dass die anvisiertten Preise bis zur Vermietung Stand halten. Eine Markt  bedingte oder Abweichung werde nur wenige Cent nach oben ausmachen, mit besonderen Schwierigkeiten bei Planung und Bau rechne man nicht. Bereits 35 Mieter haben sich nach Auskunft Albersmeiers während der NH-Sprechstunde über die Bauabsichten informiert, das sei ein guter Wert und zeige das Interesse der Menschen. Das Wohnqaurtier werde mit Spielplätzen und gestalteten Innenhöfen aufgewertet, die Aufenthaltqualität im Freien soll höher werden.

Sanierung nicht mehr lohnenswert

Die Wohnungen der NH, die abgerissen werden, stammen aus den 1950er Jahren. Sie verfügen über keine Zentralheizung, die Dämmung sei nicht vorhanden, die Nebenkosten beliefen sich fast auf eine zweite Miete, sagte der BPU-Vorsitzende Jürgen Zeller (SPD). Er vertraue voll der NH, die keine Luftschlösser baue, sondern sich wie beim Bau der Neubauten in der Waldstraße als verlässlicher Partner der Stadt Kelsterbach erwiesen habe. Dafür sei man sehr dankbar, investiere die NH doch in Kelsterbach in einigen Jahren nahezu 170 Millionen Euro. Die Bausubstanz der Nachkriegswohnungen sei nicht mehr gut, fehlende Dämmung, Nässe und Schimmel seien die Folge. Die Wohnungen, mit denen sich die Mieter auf ihre liebevolle Weise arrangiert haben, würden ersetzt druch Bauten, die dann für die kommenden Jahrzehnte ein optimales und energiebewusstes Wohnen ermöglichten. Gedacht werde auch an moderene Kommunikationsvoraussetzungen wie Glasfaserkabel für das Internet. Statt des bisherigen Erbaurechts für die Grundstücke wird die NH zudem die Grundstücke von der Stadt Kelsterbach kaufen.

Anja Mohr von der Fraktion der Linken sagte, dass zuwenig geförderter

Wohnraum geschaffen werden, ein Drittel sei ihr zu wenig. Christian Hufgard (Wählerinitiative) kritisierte den Verkauf der Flcähe von der Stadt an die NH auf der Grundlage des Bodenrichtwertes für Kelsterbach, er selbst würde gerne den Zeitwert für den Verkaufspreis als Richtschnur anlegen. Christine Breser (CDU) möchte, dass über neue nicht Quartier gebundene Car-Sharing-Angebote nachgedacht werde. Auch möchte sie mögliche Vermietung von Wohnnungen für Studenten prüfen lassen. (hb)