Die Route der Industriekultur ist nun sichtbar

Die Route der Industriekultur hilft, das Rhein-Main-Gebiet und seine industrielle Entwicklung, die Anfang des 19. Jahrhunderts einsetzt, sichtbar zu machen. Mehr als 150 Objekte, Fabriken, Ver- und Entsorgungsbetriebe, Kraftwerke, Wohnsiedlungen, aber auch Kunstdenkmale und Erholungsstätten sind bereits vor allem entlang der Mainschiene von Aschaffenburg bis Bingen in das übergeordnete Konzept des Planungsverbandes Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main aufgenommen. Auch Kelsterbach ist Teil der Route, die Interessierten und Reisenden Fingerzeige auf ehemalige oder noch existente Bauwerke gibt. Der Erste Stadtrat Manfred Ockel konnte vor wenigen Tagen die Schilder der Industrieroute am Kelsterbacher Bahnhof (Foto) und vor der Arbeitersiedlung Helfmannstraße „freigeben“. Der Bahnhof aus dem Jahr 1863 entlang der Bahnlinie Frankfurt nach Mainz und die Arbeitersieldung Helfmannstraße, die für die Arbeiter der Süddeutschen Waggonfabrik 1899 gebaut wurde, werden in Bälde vom denkmalgeschützten Ensemble der Enka/Glanzstoff komplettiert. Weitere industrielle Merkmale im Sinne der Route sind in Kelsterbach die Ticona, die abgesiedelt wird, der Versorgungshafen Flughafen am Main, die ehemalige Dentalfabrik und die Fayence- und Steingutmanufaktur im Unterdorf. (hb)