Sie sind hier:
Zwei Wappen, eine Freundschaft
12. - 14. September 2008 
Während in Kelsterbach das Altstadtfest im Mittelpunkt stand, veranstaltete die Stadt Baugé ihre Gewerbe-ausstellung "SavoirFaire". Angeführt von Frankreichexpertin Helga Oehne, wurden sechs Stadtbedienstete in die Partnerstadt entsandt um mit einem ansehnlichen Messestand Kelsterbach zu repräsentieren.
Sabine Wilhelm, Katharina Schmuck, Sabine Neudörfer, Tamara Seeger, Marco Theobald und Thorsten Schreiner waren als Baugé- Neulinge von der herzlichen Freundlichkeit der Gastgeber mehr als angetan. Am Anfang des Programms stand ein offizieller Empfang im prachtvollen Trauzimmer des Rathauses von Baugé,wo Marie-Odile Bouletreau, die Präsidentin der Jumelage, in einer netten Ansprache die Kelsterbacher Delegation begrüßte. Sie freute sich besonders über neue Gesichter als Indiz dafür, dass die Partnerschaft auch künftig Bestand hat.
Wie bei allen Ansprachen fungierte das Fremdsprachengenie Helga Oehne als zuverlässige Dolmetscherin, was sicher nicht der einzige Grund für ihre Popularität in Baugé ist. Beim gemeinsamen Abendessen wurde die Gelegenheit wahrgenommen, die Gastgeberfamilien näher kennen zu lernen. Deren besonders noble Geste bestand darin, alle Kelsterbacher privat unterzubringen, was allen Sprachbarrieren zum Trotz einer von vielen Gründen für ein harmonisches Wochenende darstellte. Neben den Sprachkenntnissen von Sabine Wilhelm, wurde der Small-Talk unterstützt von Wörterbüchern, Reiseführern und profunden Englischkenntnissen auf beiden Seiten.
Die Aktivitäten am Messestand focusierten sich auch auf die Darstellung der Stadt Kelsterbach sowie deren näheren Umgebung, mit Hilfe einer Fotoleinwand mit Mainpanorama, und einer Vielzahl von Prospekten in französischer Sprache. Kulinarische Untermalung waren frisches Bier aus einer Privatbrauerei in Verbindung mit "Spundekäs" vom Hotel Lindenhof und Brezeln. Diese geballte Ladung an Esskultur und Informationen sorgten an zwei Tagen für einen stark frequentierten Messestand, wo für die französischen Interessenten die Grube Messel, oder der Mainzer Dom sicherlich keine "Böhmischen Dörfer" waren. Für einen reibungslosen Ablauf sorgten Sophie Lemoine und Carole Lemasson, die offiziell als Betreuerinnen eingesetzt waren. Für alles, was rund um die Gewerbeausstellung sehens - und besuchenswert war, wurde von den beiden Damen für die Gäste arrangiert und darüber informiert. Dies galt auch für den offiziellen Empfang im historischen Gerichtsgebäude, bei dem Michel Renault (Présídent de la communauté de communes, Maire de Clef), Régis Dangremont (Conseiller Général du Canton de Baugé; Maire de Saint Quentin), Patrice Lemoine (Président du Salon SavoirFaire), Jean Touchard (Conseiller Général du Canton de Noyant); Jacky Boyeau (Adjoint du Maire de Baugé) mit Grußworten aufwarteten.
Im weiteren Tagesverlauf ließ es sich auch diese prominente Gruppe nicht nehmen, ihre kulinarische Allgemeinbildung mit deutschen Spezialitäten zu erweitern. Dies galt auch für die Gastgeberfamilien Catherine und Driss Mameri, Carole Lemasson und Julien Michaud, Gerard Chevalier, Jean-Louis Le Drogo, Mme. H. Soldet und Louis Denise Millasseau. Besonders angetan von dem farbenfrohen Spektakel zeigte sich Driss Mameri, Vicepräsident der Jumelage, der als "Mann der ersten Stunde" viel Interessantes von den offiziellen und inoffiziellen Treffen berichten konnte.
Am Ende der Veranstaltung stand ein einhelliges Resümee über eine herzliche Begegnung der besonderen Art als Bereicherung einer langjährigen Freundschaft (Ts)
